Narkosearzt in Zeiten von Corona

  • 09.03.2020

  • Ein eindrucksvolles Interview mit Christian Salaroli, Narkosearzt in Bergamo aus ‘Corriere de la sera’ vom 9.3.2020, übersetzt von Eva-Maria Michels

    Link: https://www.corriere.it/cronache/20_marzo_09/coronavirus-scegliamo-chi-curare-chi-no-come-ogni-guerra-196f7d34-617d-11ea-8f33-90c941af0f23.shtml

    "Leider gibt es ein Missverhältnis zwischen den Krankenhausmitteln, den zur Verfügung stehenden Betten auf der Intensivstation und der Anzahl der Kranken in einem kritischen Zustand. Wir können nicht jeden intubieren.

    Wenn jemand zwischen 80 und 95 Jahre alt ist und grosse Atemprobleme hat, führen wir in der Regel die Behandlung nicht fort. Das gleiche gilt, wenn eine mit dem Virus infizierte Person eine Insuffizienz in drei oder mehr lebenswichtigen Organen aufweist. Diese Personen haben statistisch gesehen keine Chancen, das kritische Stadium der Infektion zu überleben.

    Diese Personen werden bereits als tot angesehen. Wir haben nicht die Möglichkeiten das zu versuchen, was man gewöhlich ein Wunder nennt. Auch das ist die traurige Realität."

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    Appell eines Assistenzarztes aus Bergamo

  • 08.03.2020

  • Dr. Daniele Macchini, Assistenzarzt in der Chirurgie der Klinik Gavazzini in Bergamo:

    Link: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=3395151233834056&set=a.442367822445760&type=3&theater

    "Ich habe lange überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass Schweigen nicht richtig ist. Ich will versuchen, Menschen zu vermitteln, was wir in Bergamo während dieser Pandemie-Tage erleben. Ich verstehe die Notwendigkeit, keine Panik zu erzeugen. Aber wenn die Tragweite dieser Situation nicht erkannt wird und sich Leute beschweren, dass sie nicht zum Fußball oder ins Fitnessstudio gehen können, schaudert es mich."

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